Bionoah - die Arche Bio

Ökowein, der Unterschied


Wer Ökowein kauft, erweist damit in erster Linie der Natur einen Dienst. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät deshalb, beim Einkauf auf den Zusatz "aus kontrolliert ökologischem Anbau" auf dem Etikett zu achten.

Verzicht auf "Kunstdünger" und synthetische Pflanzenschutzmittel. Statt dessen wird Gras/Kräuter mit mechanischen Geräten kurzgehalten, die Insekten versucht man durch ihre natürlichen Feinde im Schach zu halten. Das größte Problem: die vielen Pilzkrankheiten der Rebe. Neben Kräuterextrakten und Gesteinsmehlen spritzen Bio-Winzer deshalb auch Kupfer und Schwefel. Ohne geht es nicht und es handelt sich um chemische Grundstoffe, deren Wirkungen man einigermaßen überschauen kann. Gesundheitlich sollen die Mengen allerdings unbedenklich sein. Bei synthetischen Spritzmitteln sehen das die Biowinzer nicht gewährleistet. Der Öko-Winzer verzichtet auf "Schönungsmittel" - sie nutzen viele Möglichkeiten nicht, die das Weingesetz erlaubt.

Bio-Weinberge sind reicher an Tier - und Pflanzenarten.

Die Schrecken aller Winzer heißen "Echter Mehltau" oder "Unechter Mehltau" . Der Öko-Weinbau wählt daher Rebsorten, die nicht allzu pilzempfindlich sind. Auch stehen die Weinstöcke weiter auseinander, damit der Wind die Stöcke nach dem Regen schneller abtrocknen kann. Trotzdem ist der Einsatz von Kupfer oder Netzschwefel nicht immer zu vermeiden.

Bei Öko-Wein reichen meist die vorhandenen Weinhefen für die Alkoholbildung, da sie im Ökoweinberg nicht durch Pilzgifte zerstört werden.

Laut BUND garantieren die Bezeichnungen Bioland (Deutschland), Nature et Progres (Frankreich), AIAB (Italien) und Demeter (länderübergreifend) die strengen ökologischen Richtlinien bei Anbau und Verarbeitung der Weine. In Deutschland und in den Südeuropäischen Anbaugebieten gibt es mehrere Labels für Öko-Weine. Ihre Kriterien unterscheiden sich hauptsächlich durch den zulässigen Schwefelgehalt und den maximalen Kupfereinsatz pro Hektar. Bei der Bekämpfung des echten Mehltaus funktioniert Bachpulver ganz gut. Damit und auch mit Fenchelöl lassen sich die Schwefelmengen deutlich reduzieren. Mit bestimmten widerstandfähigen Weinsorten kann man den Kupfereinsatz auf Null reduzieren.

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Wer glaubt, Wein werde nur aus Trauben bereitet, der irrt schon lange. Schon immer haben die Winzer mit allen technischen und chemischen Tricks versucht, einen möglichst optimalen Wein zu erzeugen.
Weintrinker verlangen nach immer mehr wuchtigerem und fruchtigeren Geschmack sowie einer voluminöser von südlicher Sonne verwöhnten Fülle, auch wenn diese Sonne in den Weinbaugebieten Deutschlands kaum zu finden ist. Immer früher sind die Weine heute trinkreif. Während man früher den neuen Weinjahrgang frühestens im Folgejahr der Monate Februar/März als Weinkenner zum ersten mal verkosten konnte, steht heute der junge Wein der Weinlese 2004 schon mit einem frisch herausgeputzten Etikett auf dem Gabentisch unter dem Weihnachtsbaum des Weihnachtsfestes 2004.

Geheimnisse im Weinberg

„Der Naturschutzbeauftragte der Weingemeinde Randersacker - Herbert Haas - fragt sich immer wieder, ob der Staat das tun darf, was er den Bürgern verbietet. So ist durch eine Herbizid-Spritzaktion im Landschaftsschutzgebiet am „Weinlehrpfad“ der gemeindeeigene grüne Rand vernichtet worden. Der Weingutsleitung der staatlichen Hofkellerei wollen der Naturschutzbeauftragte und auch der Bürgermeister keinen Glauben mehr schenken, den Weinberg „umweltgerecht und verantwortungsbewußt“ zu bearbeiten. Der „Weinlehrpfad“ bietet jetzt einen trostlosen Anblick: auf einer Länge von 100 Metern verbranntes Gras am Randstreifen seit der Spritzaktion am 11. Juni. [b]Der Wanderer muß den Eindruck einer Naturkatastrophe bekommen.[/b] Der „Weinlehrpfad“ müßte nach Meinung von Haas in „Herbizid - Lehrpfad“ umgetauft werden. 
(Quelle: Main Post 17. Juni 1998, Seite L7)“ 

Regelmäßig, kommen sie, die Spritzen an den Weinbergstraktoren zu unserem Weinberg vor der Haustür. Früher noch hat man Hubschrauber über unseren Weinberg gejagt und unsere Kinder die sich draußen aufgehalten haben, mit einem weißgrauem stinkigen Spritzfilm überzogen. Später hat man Spritzen mit einer Reichweite von 10m und mehr eingesetzt, die an der Zeilenwende oft zu früh angestellt worden sind und der Spritzfilm dann von unserem Schlafzimmerfenster aufgehalten worden ist. Ständig hat die lobbyträchtige Winzergemeinde versucht mit ihren Spritzmitteln rücksichtslos in unser Leben einzudringen.

Zutaten im Weinberg für eine gesegnete Ernte .
- Herbizide
- Fungizide
- Insektizide

Diese Zutaten zum Weinberg werden mehrmals in der Wachstumsperiode ausgebracht werden. Manche dieser Zutaten haben eine Abdampfungshalbwertzeit von 7-14 Tagen, andere eine Einwirkungszeit von einem halben Jahr. Wir haben es immer nicht verstehen können, wieso unser Hund sich manchmal übergeben musste nach dem er Gassi war im Weinberg, bis wir das mit den Halbwertzeiten kapiert haben...

Geheimnisse im Weinkeller



Die Revolution im Weinkeller ist die "Mostkonzentration" und das Handling mit Enzyme und Aromastoffen. Zwei Verfahren zur "Mostkonzentration" stehen jetzt zur Verfügung: Umkehrosmose und Vakuumverdampfung. Entzieht man dem Wein mit diesen Verfahren Wasser, dann wird er kräftiger. Allerdings wird ein schlechter Wein eher „grasiger“. Bei Rotwein sind die Ergebnisse besonders auffällig: Die dunklere Farbe und die dichten Gerbstoffe kommen bei den Testern (Profis wie Laien) gut an. Konzentrierte Weine werden höher bewertet als die "Orginale". So genannte Prädikatsweine (Kabinett-, Spätlese- und die verschiedenen Auslese-Weine) dürfen nicht konzentriert werden. Aber, wie schon ein „Weinkenner“ im WoMO-Forum sagte: „und wenn ich wein kaufe im ausland meide ich auch die teuersten sorten und die billigen können nun mal nicht ohne einsatz von chemikalien zu diesem preis hergestellt werden“. Da haben wir es, Geiz macht geil auf das minderwertigere Produkt, Nebenwirkungen werden in Kauf genommen auch ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker!

Niemand muss auf die Weinflasche draufschreiben, dass er z.B. Rübenzucker zugesetzt hat. Obwohl das für die meisten Weine zutrifft. Die Franken hier sagen „Ochsenfurter Sonne“ zum Rübenzuckerzusatz im Wein, weil dort in Ochsenfurt steht eine große Zuckerrübenfabrik.

Was noch kommt:

Ganz sicher kommen Wood-Chips, also Holzspäne, mit denen auch im Grosstank das Barrique-Aroma kostengünstig imitiert werden kann. Und dann die Spinning-Cone-Maschine. Rotierende Kegel übereinander trennen die einzelnen Bestandteile des Weins. Entwickelt wurde das Verfahren, um den Alkohol zu reduzieren. Aber es wird heute schon genutzt, um aus einem Teil eines Weines ein Aroma-Konzentrat zu erzeugen, mit dem der Rest der Menge dann "gewürzt" werden

Das Ende der Naturprodukts Wein naht...

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